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7. Mai 2020 | London, UK

Zweites FinTech-Webinar mit Findexable: Wie geht es voran?

Im zweiten Teil unserer Serie diskutierten Vertreter der globalen Finanzzentren in Doha, Hongkong und Luxemburg gemeinsam mit Jochen Biedermann und Simon Hardie darüber, ob die Welt nach dem Lockdown vielfältiger und digitaler sein wird.

Der zweite Teil der Serie in Partnerschaft mit Findexable setzt unser Thema fort, indem wir uns damit befassen, wie sich die Welt und insbesondere die Finanzdienstleistungen auf eine neue Realität einstellen - und die Herausforderungen und Chancen, die sich daraus ergeben werden.

Im Einklang mit der Sitzung der letzten Woche, in der der Schwerpunkt auf dem Schutz von KMUs und dem Aufbau von Widerstandsfähigkeit für die Zukunft lag, nutzen kleinere FinTech-Zentren in Europa und im Nahen Osten die Chance der Digitalisierung und zeigen, dass es nicht unbedingt auf Größe ankommt - und dass es bei Fintech in der Nach-COVID-Zeit ebenso sehr um eine vernetzte Denkweise wie um den physischen Standort geht.

Das heutige Gespräch hob fünf Schlüsselbereiche hervor, die die Zukunft der Finanzdienstleistungen vorantreiben und dazu beitragen werden, sie am Scheideweg der Post-Pandemie-Wirtschaft zu positionieren: 

  1. Die Digitalisierung hat einen neuen Gang eingelegt. Und die Unterschiede verschwimmen.
    Wenn das Coronavirus Organisationen dazu veranlasst hat, aufzuwachen und endlich zu akzeptieren, was viele vor der Pandemie über die Bedeutung der Digitaltechnik gesagt haben, wird die Debatte nach der Pandemie der Geschichte angehören. Digitalisierung ist keine Entweder-Oder-Strategie. Sie ist unvermeidlich. Das mag selbstverständlich klingen, aber es wird dazu führen, dass die Unterschiede zwischen innovativen Neueinsteigern und etablierten Institutionen verschwimmen und ein Überdenken des Zwecks von Finanzdienstleistungen zur Folge haben, mit Vorrang für umfassendere soziale und ökologische Ziele.

  2. Vielfalt - von Industrien, Märkten und Menschen
    Die Finanzdienstleistungsbranche war schon immer global ausgerichtet. Es ist nur so, dass "global" auf eine Handvoll Zentren im Westen und eine Branche beschränkt war, die von einer weitgehend weißen, männlichen Belegschaft dominiert wurde. Ein Jahrzehnt FinTech hat diese Annahmen bereits in Frage gestellt - und der Erfolg neuer Ökosysteme wie in Doha sowie der Innovationsboom in Asien sind ein Beweis für das Potenzial der Start-ups, Unternehmertum zu ermöglichen und die wirtschaftliche Diversifizierung zu vertiefen. Eine digitalere Welt kann unabhängig vom physischen Standort neue Talentkorridore öffnen - und mehr Möglichkeiten (in mehr Teilen der Welt) schaffen als je zuvor.

  3. Helfen Sie den Helfern - Innovation kann nicht standardmäßig gedeihen
    Trotz des Fortschritts und des "digitalen Aufstiegs", den Coronavirus Innovationen ermöglichen wird, geht es bei Coronavirus um mehr als um die Gründerin oder den Gründer in der Garage. Blühende Innovations-Ökosysteme sind auf die Unterstützung der etablierten Unternehmen, der Regierung und der Wirtschaft angewiesen - um Zugang zu Kunden zu erhalten, die Geschäftsentwicklung zu erleichtern und insbesondere in Schwellenländern neue Kunden an Bord zu holen. Standorte mit etablierten, florierenden Finanzindustrien wie Hongkong und Luxemburg können mit etablierten Unternehmen zusammenarbeiten, um Synergien zu schaffen und eine Innovationsdividende zu ermöglichen, von der alle profitieren.

  4. Wegbereiter, nicht Lenker
    Vor der Pandemie waren die protektionistischen Spannungen hoch. Während die Finanzdienstleistungsorganisationen der potenziellen Bedrohung der Globalisierung misstrauisch gegenüberstanden, war sich unser Gremium einig, dass eine Krise dieser Art global koordinierte Reaktionen erfordert - und äußerte sich optimistisch über einen neuen Impuls, um die Vernetzung zwischen den Regionen voranzutreiben. Es mag zu früh sein, von einer neuen Welle globaler Finanzstandards zu sprechen - aber die Rolle globaler Organisationen, die dabei helfen können, die Herausforderungen an regionale Regulierungsbehörden zu vermitteln und zu artikulieren, ist entscheidender denn je.

  5. Der Wind kommt aus dem Osten - Asiens Jahrhundert
    Kein zukunftsorientiertes Gespräch kann die sich verändernde globale Rolle Asiens ignorieren. Ein effektives Management der Reaktion auf das Coronavirus auf der einen Seite - die Breite des digitalen Ökosystems Asiens und die Annahme innovativer Finanzdienstleistungen durch die Verbraucher bedeutet, dass die Region bereits jetzt weltweit führend ist. Wenn die Welt aus ihrem Versteck herauskommt, wird Asien zunehmend in den Mittelpunkt rücken - für Innovationsinvestitionen, Talente und Verbraucher.

 

Wir möchten den heutigen Teilnehmern für ein wirklich aufschlussreiches Gespräch danken:

Und natürlich unseren Co-Moderatoren: Simon Hardie, CEO von Findexable, und Jochen Biedermann, Geschäftsführer der WAIFC.

#FinanceForGrowth